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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Dienstag, 21. März 2017

KONG: SKULL ISLAND (3D, 2017)

Regie: Jordan Vogt-Roberts, Drehbuch: Dan Gilroy, Max Borenstein, Derek Connolly, Musik: Henry Jackman
Darsteller: Tom Hiddleston, Brie Larson, Samuel L. Jackson, John Goodman, John C. Reilly, Corey Hawkins, Jing Tian, Jason Mitchell, Shea Whigham, John Ortiz, Thomas Mann, Richard Jenkins, Miyavi, Toby Kebbell, Terry Notary
 Kong: Skull Island
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 78% (6,6); weltweites Einspielergebnis nach knapp zwei Wochen: $260,7 Mio.; FSK: 12, Dauer: 119 Minuten.

Im Jahr 1973 ist der Vietnam-Krieg aus amerikanischer Sicht im Grunde genommen verloren, die US-Truppen werden aus dem Land abgezogen. Auch die Hubschrauber-Einheit von Lt. Col. Packard (Samuel L. Jackson, "The Hateful 8") freut sich auf die langersehnte Heimkehr – doch sie freut sich zu früh, denn die Soldaten erhalten in letzter Minute noch einen Spezialauftrag: Sie sollen eine wissenschaftliche Expedition zu einer bislang unentdeckten Insel im Südpazifik eskortieren und sie dort schützen. Teil der Expedition sind Bill Randa (John Goodman, "Argo"), Leiter der umstrittenen geheimen Regierungsorganisation Monarch, der britische Veteran und Fährtenleser James Conrad (Tom Hiddleston, "Thor") und die (Anti-)Kriegsphotographin Mason Weaver (Brie Larson, "Raum"). Kaum ist "Skull Island" erreicht, werfen die Soldaten aus der Luft Bomben ab, um die These der mitgereisten Wissenschaftler zu untersuchen, daß es unter der Oberfläche große Hohlräume gibt. Der auf der Insel heimischen Fauna und Flora gefällt das Vorgehen naturgemäß nicht so gut, vor allem einer ist stinksauer: Kong, ein hochhausgroßer Riesengorilla, der die Helikopter scheinbar spielerisch vom Himmel holt. Die weit verstreuten Überlebenden versuchen, sich durch die feindliche Umgebung zum vereinbarten Treffpunkt am anderen Ende der Insel durchzuschlagen, an dem sie in zwei Tagen wieder abgeholt werden sollen – doch Packard sinnt auf Rache an Kong …

Montag, 20. März 2017

TV-Tips für die Woche 12/2017

Montag, 20. März:
Arte, 20.15 Uhr und 22.15 Uhr: "Der Fall Serrano" (1977) und "Die Hölle von Algier" (1964)
In einem Double Feature zeigt Arte zwei weniger bekannte politische Thriller mit Frankreichs Kinolegende Alain Delon. Im lose auf wahren Geschehnissen basierenden "Der Fall Serrano" von Georges Lautner spielt er den Politiker Xavier, der von einem langjährigen Freund verzweifelt gebeten wird, ihm ein Alibi für den Mord an einem anderen Politiker zu geben. Xavier willigt ein - und wird mitten in eine große Verschwörungsgeschichte gezogen. In weiteren Rollen sind Stars wie Ornella Muti (als Hauptdarstellerin), Mireille Darc und Klaus Kinski (in einer Nebenrolle) zu sehen. In "Die Hölle von Algier" ist Delon ein Deserteur aus der Fremdenlegion in Algerien, der eine Anwältin (Lea Massari) entführt, um an das Geld für seine Rückkehr nach Frankreich zu kommen - dummerweise verliebt sich in die Frau ...

HR, 0.00 Uhr: "Das Lager - Wir gingen durch die Hölle" (2008)
Auf Tatsachen basierendes russisch-britisches Kriegsdrama mit John Malkovich, Vera Farmiga, Thomas Kretschmann und Daniel Brühl, in dem deutsche Kriegsgefangene fälschlicherweise in ein sowjetisches Frauen-Kriegsgefangenenlager gebracht werden, wo sie von den sowjetischen Wachsoldatinnen nicht sehr freundlich empfangen werden.

Dienstag, 21. März:
BR, 0.45 Uhr: "Maos letzter Tänzer" (2009)
Dramaturgisch wenig aufregendes, aber ansprechend inszeniertes Biopic von Bruce Beresford ("Miss Daisy und ihr Chauffeur") über den chinesischen Ballett-Weltstar Li Cunxin, das sich seiner Kindheit im China der "kulturellen Revolution" in den 1960er Jahren ebenso widmet wie seiner Zeit als Erwachsener in den USA, wo er sich dem "Houston Ballet" anschloß.

Mittwoch, 22. März:
Pro 7, 20.15 Uhr: "Das Streben nach Glück" (2006) 
Will Smith glänzt in dem auf der Autobiographie des US-Millionärs Chris Gardner beruhenden Drama als alleinerziehender Vater, dessen finanzielle Nöte in den 1980er Jahren so groß sind, daß er und sein Sohn vorübergehend obdachlos werden. Als er die Chance auf ein halbjähriges Praktikum bei einer Investmentbank bekommt, greift er zu, obwohl die Tätigkeit unbezahlt ist und die Chance, daß er am Ende übernommen wird, sehr gering. Doch mit dem Mut und Fleiß der Verzweiflung stürzt sich Chris in die ihm völlig fremde Arbeit und macht bald Fortschritte ... Smith erhielt für die Rolle seine zweite OSCAR-Nominierung.

Arte, 20.15 Uhr: "Der Mann ohne Vergangenheit" (2002)
Bei der Berlinale 2017 hat der vielfach ausgezeichnete finnische Filmemacher Aki Kaurismäki ("Leningrad Cowboys") gerade sein Karriereende mit 59 Jahren bekanntgegeben. Sollte er das tatsächlich durchziehen, wäre es schade, denn mit seinen lakonischen, gesellschaftskritischen Tragikomödien mit leicht skurriler Note hat sich Kaurismäki eine Nische geschaffen, die er seit Jahrzehnten qualitativ hochwertig bedient. "Der Mann ohne Vergangenheit" gilt vielen als sein bester Film: die Geschichte eines Mannes (Markku Peltola), der in Helsinki ohne Gedächtnis im Krankenhaus aufwacht und beim Versuch, sich ohne Identität oder eigene Habe ein neues Leben aufzubauen, fast nur bei den sozial Schwachen Verständnis und Unterstützung findet.

Samstag, 18. März 2017

Samstags-Update (11/2017)

Abgesehen von der nicht unbedingt überwältigenden Nachricht, daß "Fast & Furious 8" vor dem Osterwochenende schon am Mittwoch statt am Donnerstag startet, gibt es keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende April. Hinweisen möchte ich allerdings darauf, daß es ab dem 7. April in zahlreichen deutschen Städten Spezialvorstellungen des japanischen Kultfilms "Battle Royale" (2000) mit Takeshi Kitano gibt, der am 28. April neu fürs Heimkino veröffentlicht wird, nachdem er kürzlich vom Index genommen wurde. Wer die wesentlich geradlinigere und kompromißlosere Inspirationsquelle für die Hungerspiele in "Die Tribute von Panem" (hier sind es rebellische Neunklässler, die auf einer Insel gegeneinander ums Überleben kämpfen) noch nicht kennt, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen ...


Box Office-News:
Wie im Großteil der Welt erobert selbstverständlich auch in Deutschland das Realfilm-Remake von Disneys modernem Zeichentrickklassiker "Die Schöne und das Biest" die Chartspitze, im Idealfall könnte das Märchen-Musical mit Emma Watson die Marke von einer Million Besuchern am Startwochenende knacken. Auch dahinter dominieren Hollywood-Blockbuster, denn "Kong: Skull Island" und "Logan" werden mit etwas mehr bzw. etwas weniger als 150.000 Zuschauern voraussichtlich Platz 2 und 3 belegen, wobei "Bibi & Tina 4" "Logan" auch noch Konkurrenz machen könnte. Im Mittelfeld der Top 10 eröffnet der Animationsfilm "Die Häschenschule" mit von InsideKino hochgerechneten 75.000 Kinogängern, wohingegen die schwedische Bestseller-Fortsetzung "Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand" mit nur 30.000 Zuschauern auf der ganzen Linie floppt und am Ende kaum mehr als ein Zehntel des Gesamtresultats von 1,2 Millionen des Vorgängers "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" erreichen dürfte.
In den USA, wo der Zeichentrickfilm noch deutlich beliebter ist als in Deutschland, legt auch der neue "Die Schöne und das Biest" einen echten Monsterstart hin: Momentan sieht es nach $170 Mio. von Freitag bis Sonntag aus, womit es nicht inflationsbereinigt der beste Märzstart und der beste Prä-Sommer-Start aller Zeiten werden könnte (bisher: "Batman v Superman" mit $166 Mio.), auch ein Platz in den Top 10 der besten Starts überhaupt ist sicher (auf Platz 10 liegt noch "The Dark Knight" mit $158,4 Mio.). Die Kritiken fielen zwar etwas verhaltener aus als in den letzten Jahren etwa für "Cinderella" oder "The Jungle Book", beim Publikum scheint das Remake jedoch sehr gut anzukommen, ein Gesamteinspielergebis von mindestens $500 Mio. sollte jetzt schon beinahe garantiert sein. Unter diesem Mega-Blockbuster leiden natürlich die übrigen Filme ein wenig, weshalb Vorwochenspitzenreiter "Kong: Skull Island" um bis zu 60% auf gut $25 Mio. einbrechen dürfte (was aber für einen Film dieser Art auch ohne große Konkurrenz nicht unüblich wäre), Platz 3 geht an "Logan" mit etwas über $15 Mio. an seinem dritten Wochenende. Der einzige weitere halbwegs breite Neustart, der Horrorthriller "The Belko Experiment" (den man auch als "Battle Royale" im Büro beschreiben könnte), kommt wie erwartet auf ungefähr $4 Mio., was Platz 7 einbringen dürfte. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.

Quellen:

Donnerstag, 16. März 2017

MOJIN: THE LOST LEGEND (2015)

Originaltitel: Xun Long Jue
Regie: Wuershan, Drehbuch: Zhang Jia Lu, Musik: Kôji Endô
Darsteller: Chen Kun, Huang Bo, Shu Qi, Angelababy, Xia Yu, Liu Xiaoqing, Cherry Ngan, Xia Yu
 The Ghouls
(2015) on IMDb Rotten Tomatoes: 50% (4,8); weltweites Einspielergebnis: $259,4 Mio.
FSK: 12, Dauer: 125 Minuten.
 
Die Mojin sind eine Gruppe von professionellen Grabräubern, die vor Hunderten von Jahren von einem Herrscher gegründet wurde. Ihre Aufgabe ist es, unter Einhaltung strenger Regeln alte, mit tödlichen Fallen gespickte chinesische Grabmäler zu plündern, um mit dem Gold der Toten die Lebenden zu ernähren. Nach einem gefährlichen Einsatz schwört das legendäre Mojin-Trio Hu Bayi (Chen Kun, "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin"), Wang Kaixuan (Huang Bo, "Legend of the Fist") und Shirley Yang (Shu Qi, "Transporter") im Jahr 1988, diesen Beruf aufzugeben, woraufhin sie gemeinsam nach New York ziehen und sich dort als Straßenhändler mühsam über Wasser halten. Wang bereut die Entscheidung, als Mojin aufzuhören, schnell, weshalb er eigenmächtig vom zwielichtigen Mark (Jonathan Kos-Read, "Ip Man 3") den Auftrag annimmt, für die ominöse Kultführerin Schwester Hong (Liu Xiaoqing) die antike Grabkammer einer legendenumwobenen Prinzessin in der Mongolei zu finden. Der Grund dafür liegt in einem in den Auftrag verwickelten Artefakt, der "Blüte der Tag- und Nachtgleiche", dem Wang und Hu bereits rund 20 Jahre zuvor begegneten – mit tödlichen Folgen unter anderem für Hus damalige Freundin Ding Sitian (Angelababy, "Independence Day: Wiederkehr") …

Mittwoch, 15. März 2017

LOGAN – THE WOLVERINE (2017)

Originaltitel: Logan
Regie: James Mangold, Drehbuch: Scott Frank, Michael Green und James Mangold, Musik: Marco Beltrami
Darsteller: Hugh Jackman, Sir Patrick Stewart, Dafne Keen, Boyd Holbrook, Richard E. Grant, Stephen Merchant, Eriq La Salle, Elise Neal, Quincy Fouse, Elizabeth Rodriguez, Krzysztof Soszynski, Stephen Dunlevy, Jason Genao, James Handy
 Logan: The Wolverine
(2017) on IMDb Rotten Tomatoes: 92% (7,8); weltweites Einspielergebnis: $440,9 Mio.
FSK: 16, Dauer: 138 Minuten.

Im Jahr 2029 ist die Welt weitestgehend frei von Mutanten. Neue werden aus unerfindlichen Gründen nicht mehr geboren, der größte Teil der alten ist tot – wobei mutmaßlich die wenigsten eines friedlichen oder natürlichen Todes starben. Logan (Hugh Jackman, "Les Misérables") alias Wolverine ist noch am Leben, jedoch lassen seine Selbstheilungskräfte so deutlich nach, daß er inzwischen selbst beim Kampf mit einigen Gangmitgliedern ernsthafte Schwierigkeiten bekommt. Daß er generell ziemlich heruntergekommen ist und auch gern zum Alkohol greift, ist naturgemäß nicht hilfreich. Gäbe es da nicht noch seinen alten Freund und Mentor Charles Xavier (Sir Patrick Stewart, "Green Room") alias Professor X, hätte Logan sich wohl schon mit der Adamantium-Patrone, die er seit vielen Jahren mit sich herumträgt (er erhielt sie in "X-Men Origins: Wolverine"), erschossen. Der inzwischen 90 Jahre alte Charles leidet an Alzheimer und kann seine Kräfte nicht mehr völlig kontrollieren, von Homeland Security wird sein Gehirn deshalb als Massenvernichtungswaffe eingestuft! Gemeinsam mit dem Albino-Mutanten Caliban (Stephen Merchant, "Lügen macht erfinderisch") kümmert sich Logan in der amerikanisch-mexikanischen Grenzregion – interessanterweise noch immer ohne Mauer … – um Charles, was im Grunde genommen bedeutet, daß sie ihn permanent betäubt halten mit Medikamenten, für deren Bezahlung Logan als Chauffeur Geld verdient. Als eines Tages eine Frau die 11-jährige Laura (Dafne Keen) bei Logan ablädt und ihn anfleht, sie vor ihren Verfolgern in Sicherheit zu bringen, lehnt er brüsk ab. Doch Lauras Häscher, eine aus Cyborgs bestehende Spezialtruppe, die vom sinistren Wissenschaftler Dr. Rice (Richard E. Grant, "Jackie") ausgesandt wurde und von Donald Pierce (Boyd Holbrook, "Gone Girl") angeführt wird, sind nah, und so machen sich Logan, Charles und Laura notgedrungen gemeinsam auf die Flucht …

Montag, 13. März 2017

TV-Tips für die Woche 11/2017

Montag, 13. März:
Arte, 20.15 Uhr: "Ein Mann zu viel" (1967)
Späte Free-TV-Premiere des Frühwerks von Costa-Gavras ("Z"). In dem Kriegsdrama soll eine Kommandoaktion im Zweiten Weltkrieg zwölf französische Häftlinge aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager befreien. Das gelingt, jedoch stellt sich rasch heraus, daß versehentlich 13 Mann befreit wurden - wer ist der "Mann zu viel" (gespielt von Michel Piccoli)?

Dienstag, 14. März:
One, 21.10 Uhr: "Searching for Sugar Man" (2012)
Der Gewinner des Dokumentarfilm-OSCARs 2013 erzählt die unwahrscheinliche, aber wahre Geschichte des in seiner Heimat USA erfolglosen ehemaligen Folkmusikers Sixto Rodriguez, der während der Apartheid-Zeit unwissentlich zu einem Megastar in Südafrika wurde. Davon erfährt er erst, als zwei südafrikanische Fans sich in den 1990er Jahren auf die Suche nach dem Mann machen, um den sich im lange international isolierten Südafrika abenteuerliche Legenden gebildet haben.

3sat, 22.25 Uhr: "Bitter Moon" (1992)
In Roman Polanskis erotischem Thriller lernt das junge britische Ehepaar Nigel und Fiona (Hugh Grant und Kristin Scott Thomas) auf einer Kreuzfahrt den älteren querschnittsgelähmten Amerikaner Oscar (Peter Coyote) und seine schöne französische Frau Mimi (Emmanuelle Seigner) kennen. Oscar erzählt von der ereignisreichen, aber auch holprigen Liebesbeziehung, doch nach und nach werden Nigel und Fiona selbst immer stärker hineingezogen ...

Außerdem:
Aliens vs. Predator 2 (ein mieser Schundfilm, der eine Beleidigung für das "Alien"- wie auch für das "Predator"-Franchise darstellt; 22.05 Uhr um eine knappe Minute gekürzt bei RTL Nitro)
Hannibal Rising (die mäßig unterhaltsame Vorgeschichte des "Das Schweigen der Lämmer"-Kannibalen Hannibal Lecter; um mehr als 10 Minuten geschnitten um 22.20 Uhr bei Pro7Maxx, ungekürzte Nachtwiederholung um 2.10 Uhr)

Samstag, 11. März 2017

Samstags-Update (10/2017)

Auch in dieser Woche gibt es keine nennenswerten Änderungen am deutschen Kinostartplan bis Ende April:


Box Office-News:
Der in den 1970er Jahren spielende King Kong-Film "Kong: Skull Island" mit Brie Larson, Tom Hiddleston und Samuel L. Jackson erobert in den deutschen Kinocharts mit ungefähr 300.000 Zuschauern die Spitze. Das ist zwar weit entfernt vom letzten Riesenaffen-Abenteuer, Peter Jacksons "King Kong" von 2005, der mit fast einer Million Kinogängern eröffnete, aber trotzdem ein ordentliches Ergebnis - wenn auch unterhalb von "Godzilla", der 2014 zum Auftakt auf gut 380.000 Besucher kam. Dennoch: Wenn im nächsten Film in ein paar Jahren Godzilla und Kong aufeinandertreffen, sollte eine Steigerung drin sein. Trotz der teuren Konkurrenz hält sich "Logan" gut und belegt mit mehr als 200.000 Zuschauern Platz 2, gefolgt von "Bibi & Tina 4". OSCAR-Gewinner "Moonlight" debütiert derweil sehr stark in den Arthouse-Kinos und übertrifft mit einer hohen fünfstelligen Besucherzahl und vermutlich Platz 5 die Erwartungen deutlich, während der Actionthriller "Sleepless" mit Jamie Foxx sich mit gut 50.000 Zuschauern nur am unteren Ende der Top 10 einreiht.
In den USA präsentiert sich der einzige breite Neustart der Woche "Kong" stärker als vermutet und übernimmt mit etwas mehr als $50 Mio. die Führung. Angesichts eines Budgets von an die $200 Mio. ist das zwar immer noch nicht überwältigend (zumal "Godzilla" mit sensationellen $93,2 Mio. zum Start aufwarten konnte), aber da "Kong" vor allem in Asien stark laufen sollte, kann das produzierende Studio Legendary wohl noch einigermaßen zufrieden sein. Auf Platz 2 landet auch in Nordamerika "Logan", der mit gut $35 Mio. recht stark abbaut (nach allerdings einem Monsterstart in der Vorwoche), während sich die Horrorkomödie "Get Out" auch in ihrer dritten Woche mit etwas über $20 Mio. exzellent hält.

Quellen:

Donnerstag, 9. März 2017

Neues aus Hollywood: Spielberg dreht einen Journalismus-Thriller, Emma Stone einen Historienfilm

Nach längerer Zeit mal wieder zwei Meldungen zu spannenden kommenden Projekten:

  • Na, wenn das kein Treffen der Giganten ist: Die vielfachen OSCAR-Gewinner Steven Spielberg, Meryl Streep und Tom Hanks tun sich zusammen für einen Film namens "The Post". Durchaus möglich, daß wir Donald Trump höchstpersönlich für diese Zusammenarbeit danken dürfen, denn in einer Zeit, in der der US-Präsident große Teile der Medien zu "Volksfeinden" erklärt, reagiert Hollywood selbstverständlich mit Filmen, die die Wichtigkeit des unabhängigen und investigativen Journalismus wie auch von Whistleblowern zeigen. Und was wäre dafür wohl besser geeignet in der US-Historie als die Aufdeckung des Watergate-Skandals durch zwei Reporter der Washington Post, die letztlich zum Rücktritt des US-Präsidenten Richard Nixon führte? Wie? Darüber gibt es schon einen Film? Einen echten New Hollywood-Klassiker sogar namens "Die Unbestechlichen"? Tja, Pech. Aber war da nicht noch was mit der Washington Post? Richtig: die "Pentagon Papers"! Dabei handelte es sich um Dokumente, die von dem Militäranalysten Daniel Ellsberg (der als eine Art Vorläufer von Edward Snowden gilt) geleakt und von der New York Times und der Washington Post veröffentlicht wurden, was einen mehrjährigen Gerichtsmarathon nach sich zog. Die Dokumente zeigen auf, wie vor allem die Präsidenten Johnson und Nixon die amerikanische Öffentlichkeit und sogar den Kongreß hinsichtlich des Vietnam-Krieges wiederholt belogen und in die Irre führten (vergleichbar mit den Lügen der Bush-Regierung über Massenvernichtungswaffen im Irak, jedoch in noch größerem Maßstab). Spielberg wird diese Geschichte nun verfilmen, wobei die Rolle der Washington Post im Mittelpunkt des Skripts aus der Feder der erst 31-jährigen Newcomerin Liz Hannah steht. Tom Hanks wird den Chefredakteur der Post spielen, Ben Bradlee, der auch schon bei der Aufdeckung des Watergate-Skandals eine Schlüsselrolle spielte und in "Die Unbestechlichen" von Jason Robards verkörpert wurde (der dafür sogar den OSCAR gewann); Meryl Streep übernimmt die Rolle der Washington Post-Verlegerin Katharine Graham. Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen wird Spielberg "The Post" vermutlich zu seinem nächsten Projekt machen, angesichts des frühen Stadiums dürften die Dreharbeiten trotzdem erst in ein paar Monaten beginnen. Mit dem Kinostart wäre dann sicher 2018 zu rechnen, vermutlich entweder rechtzeitig zum Festival in Cannes im Mai oder erst zur Awards Season Ende des Jahres.

  • Auch nach ihrem ersten OSCAR-Gewinn für "La La Land" wird Emma Stone in den weltweiten Kinos sehr präsent bleiben. Bereits abgedreht hat sie die Sportkomödie "Battle of the Sexes", in der sie als US-Tennisstar Billie Jean King agiert, außerdem soll sie demnächst für Disney in "Cruella" die "101 Dalmatiner"-Bösewichtin Cruella de Vil geben. Neu in ihrem Programm ist eine Zusammenarbeit mit einem Mann, der bei der jüngsten OSCAR-Verleihung ebenfalls dabei war, als Nominierter für sein Originaldrehbuch "The Lobster": Yorgos Lanthimos. Der griechische Filmemacher, der seinem Land bereits im Jahr 2011 mit "Dogtooth" eine OSCAR-Nominierung in der Auslandskategorie einbrachte, vertraut dieses Mal auf ein fremdes Drehbuch. Deborah Davis gibt mit "The Favourite" ihr Debüt, einem britischen Historiendrama, das sich mit der Regierungszeit von Königin Anne zwischen 1702 und 1714 befaßt, der letzten Monarchin aus dem Hause Stuart. Die britische Charakterdarstellerin Olivia Colman (TV-Serien "Broadchurch", "The Night Manager") wird die Rolle der Königin übernehmen, während Emma Stone die ehrgeizige Dienerin Abigail spielt. Joe Alwyn ("Die irre Heldentour des Billy Lynn") agiert als Abigails Freund, zudem sind Rachel Weisz ("Ewige Jugend") als Herzogin und Nicholas Hoult ("Mad Max: Fury Road") als einflußreicher Politiker Harley Teil der hochkarätigen Besetzung. Die Dreharbeiten sollten ursprünglich bereits im Februar beginnen, haben sich dann aber verzögert; angesichts des wachsendens Casts sollte es jedoch bald losgehen. Mit einem Kinostart noch 2017 dürfte es eng werden, insofern rechne ich eher mit Frühjahr 2018 (auch "The Lobster" feierte in Cannes Premiere).

Quellen:

Dienstag, 7. März 2017

SPLIT (2016)

Regie und Drehbuch: M. Night Shyamalan, Musik: West Dylan Thordson
Darsteller: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Betty Buckley, Brad William Henke, Haley Lu Richardson, Jessica Sula, Izzie Leigh Coffey, Sebastian Arcelus, Neal Huff, Bruce Willis, M. Night Shyamalan
 Split
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 76% (6,4); weltweites Einspielergebnis: $239,7 Mio.
FSK: 16, Dauer: 118 Minuten.

Die beliebte Schülerin Claire (Haley Lu Richardson, "The Edge of Seventeen") feiert mit ihren Eltern und ihren Freunden ausgelassen Geburtstag in einem Fast Food-Restaurant. Mit dabei ist auch die introvertierte Casey (Anya Taylor-Joy, "The Witch"), die eigentlich nur eingeladen wurde, weil sie ansonsten die einzige aus Claires Klasse ohne Einladung gewesen wäre. Als die Party vorbei ist, will Claires Vater (Neal Huff, "Moonrise Kingdom") sie, ihre Freundin Marcia (Jessica Sula, TV-Serie "Skins") und Casey nach Hause fahren, wird jedoch auf dem Parkplatz niedergeschlagen, während die drei Teenager bereits im Auto sitzen. Stattdessen steigt Kevin (James McAvoy, "X-Men: Erste Entscheidung") ein und betäubt die Mädchen sofort. Als sie wieder zu Bewußtsein kommen, befinden sie sich in einem kleinen, abgesperrten, scheinbar unterirdischen Raum. Während Claire und Marcia nach Wegen zur Flucht suchen, plädiert Casey dafür, den Entführer und sein Verhalten ihnen gegenüber zuerst zu beobachten. Das wird jedoch schwierig, denn wie sich zeigt, ist Kevin ein Mann mit multipler Persönlichkeitsstörung; insgesamt bewohnen 23 Personen seinen Körper, von denen eine namens Dennis die Mädchen entführt hat. Und laut Dennis bereitet er die Ankunft einer 24. Persönlichkeit vor, deren Name "das Biest" nichts Gutes für die Gefangenen verheißt …

Montag, 6. März 2017

TV-Tips für die Woche 10/2017

Montag, 6. März:
Kabel Eins, 20.15 Uhr: "Jagd auf Roter Oktober" (1990)
In der ersten Verfilmung der Jack Ryan-Romane von Tom Clancy verkörpert Alec Baldwin den CIA-Analysten, der es hier mit einem politisch brisanten Fall zu tun bekommt: Das sowjetische Atom-U-Boot "Roter Oktober" unter der Führung von Kapitän Ramius (Sean Connery) fällt dem amerikanischen Militär durch erratisches Verhalten auf, wenig später mobilisieren die Sowjets ihre gesamte Flotte. Ryan muß schnellstmöglich herausfinden, was es mit diesem U-Boot auf sich hat: Soll es einen sowjetischen Erstschlag gegen die USA starten? Will Kapitän Ramius überlaufen? Oder ist er schlicht verrückt geworden und damit eine Gefahr für alle Seiten?

Arte, 21.40 Uhr: "Das freche Mädchen" (1985)
Als 14-jährige feierte Charlotte Gainsbourg ("Nymphomaniac") in dem Coming of Age-Film von Claude Miller ihr Hauptrollen-Debüt, für das sie einige Preise gewann. Sie spielt Charlotte, die von ihrem überforderten Vater (einem Klempner) aufgezogen wird und in der Schule eher eine Außenseiterin ist. Als die gleichaltrige Clara, ein Klavier-Wunderkind, mit ihrer Familie in den Ort zieht und sich mit ihr anfreundet, träumt Charlotte von einem Ausbruch aus ihrer als so klein, langweilig und ärmlich empfundenen Welt ...

WDR, 23.25 Uhr: "Foxcatcher" (2014)
Free-TV-Premiere des für fünf OSCARs nominierten, auf einer unwahrscheinlichen, aber wahren Geschichte basierenden Dramas, in dem Steve Carell den exzentrischen Millionär John DuPont spielt, der die Brüder Schultz (Channing Tatum und Mark Ruffalo) finanzieren will, die bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles beide Goldmedaillen gewannen. Aus dem Angebot entwickelt sich eine Freundschaft zwischen DuPont und Mark Schultz (Tatum), die allerdings bald selbstzerstörerische Züge annimmt.

Dienstag, 7. März:
RTL Nitro, 21.55 Uhr und 23.45 Uhr: "Hero" (2002) und "House of Flying Daggers" (2004)
Nach dem großen Erfolg von "Tiger & Dragon" waren poetische Wuxia-Eastern ein paar Jahre lang weltweit sehr beliebt. Den Höhepunkt der "Nachahmer-Welle" (die natürlich nicht wirklich eine war, da in China derartige Filme seit langer Zeit in großer Zahl produziert werden) bildete in jeder Hinsicht Zhang Yimous Meisterwerk "Hero", in dem Jet Li in der namenlos bleibenden Titelrolle dem Kaiser von drei Attentätern erzählt, die ihm nach dem Leben trachten. Nicht nur sind die Handlung und die Figurenzeichnung sehr gelungen und die Besetzung hochkarätig (Donnie Yen, Maggie Cheung, Zhang Ziyi, Tony Leung Chiu Wai), auch visuell handelt es sich um einen prachtvollen Film, bei dem jede der vom Namenlosen berichteten Attentäter-Storys von einer anderen Farbe dominiert wird. Und daß die Kampfchoreographie atemberaubend ist, dürfte sich von selbst verstehen. Direkt im Anschluß zeigt RTL Nitro Zhangs zweiten Wuxia-Eastern "House of Flying Daggers" (mit Andy Lau, Zhang Ziyi und Takeshi Kaneshiro), der im Prinzip fast ebenso gut ist wie "Hero", allerdings durch ein ziemlich abruptes Ende irgendwie unvollkommen wirkt.