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In eigener Sache: Mein neues Filmbuch

Einigen Lesern ist bestimmt aufgefallen, daß ich in der rechten Spalte meines Blogs seit einigen Monaten das Cover meines neuen Buchs präs...

Dienstag, 17. Januar 2017

ALLIED – VERTRAUTE FREMDE (2016)

Regie: Robert Zemeckis, Drehbuch: Steven Knight, Musik: Alan Silvestri
Darsteller: Brad Pitt, Marion Cotillard, Jared Harris, Simon McBurney, Lizzy Kaplan, Matthew Goode, Daniel Betts, August Diehl, Josh Dylan, Anton Lesser
 Allied: Vertraute Fremde
(2016) on IMDb Rotten Tomatoes: 61% (6,2); weltweites Einspielergebnis: $102,2 Mio.
FSK: 12, Dauer: 125 Minuten.

Casablanca, 1942: Der gerade vor Ort eingetroffene kanadische Nachrichtenoffizier Max Vatan (Brad Pitt, "Herz aus Stahl") soll gemeinsam mit der nach der Auslöschung ihrer Gruppe aus Paris geflohenen französischen Widerstandskämpferin Marianne Beauséjour (Marion Cotillard, "Macbeth") den deutschen Botschafter töten. Während sich die beiden als zum Vichy-Regime loyales Ehepaar ausgeben, um nah genug an den Botschafter heranzukommen, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Und so sorgt Max nach dem Abschluß ihrer Mission dafür, daß Marianne zu seinem neuen Einsatzort London einreisen darf, worauf sie heiraten und ein Kind bekommen. Dann wird Max allerdings über den Verdacht der Spionageabwehr informiert, daß Marianne in Wirklichkeit eine deutsche Doppelagentin ist. Um den Verdacht zu bestätigen oder auszuräumen, wird Marianne eine Falle gestellt – während Max auf eigene Faust verzweifelt versucht, die Wahrheit über die große Liebe seines Lebens herauszufinden …

Montag, 16. Januar 2017

TV-Tips für die Woche 3/2017

Montag, 16. Januar:
Arte, 20.15 Uhr: "Des Teufels General" (1955)
Ex-Bond-Bösewicht Curd Jürgens spielt die Titelrolle in Helmut Käutners recht freier, aber guter Verfilmung des Theaterstücks von Carl Zuckmayer, der unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Nazi-Herrschaft (vor der er in die USA geflohen war) mit dieser Geschichte von Befehlshörigkeit und Courage kritisch verarbeitete.

Kabel1 Doku, 20.15 Uhr: "Ernest Shackleton (1)" (2002)
Kenneth Branagh verkörpert in dem sehr gelungenen britisch-australischen TV-Zweiteiler (Teil 2 folgt am 23. Januar) den britischen Polarforscher Shackleton, dessen Antarktisexpedtion in den 1910er Jahren unter dramatischen Umständen scheiterte.

ZDF, 23.05 Uhr: "Die zwei Gesichter des Januars" (2014)
Free-TV-Premiere der Patricia Highsmith-Adaption, in der ein kleinkrimineller Stadtführer (Oscar Isaac) in Athen durch die Begegnung mit einem reichen amerikanischen Touristenpaar (Viggo Mortensen und Kirsten Dunst) in ein gefährliches Abenteuer gerät.

Außerdem:
Die drei Musketiere (Paul W.S. Andersons sehr actionreiche Variante des Dumas-Klassikers mit Christoph Waltz und Milla Jovovich; 20.15 Uhr bei Kabel Eins)

Dienstag, 17. Januar:
Servus TV, 20.15 Uhr: "A Good Woman - Ein Sommer in Amalfi" (2004)
Unspektakuläre, aber vergnügliche Oscar Wilde-Adaption, in der Helen Hunt als unangepaßte, sich nur wenig um die gesellschaftlichen Konventionen scherende Amerikanerin Mrs. Erlynne im italienischen Amalfi die dort urlaubende britische High Society aufmischt - und speziell das Leben der jungen, frisch verheirateten Meg (Scarlett Johansson) ...

Tele 5, 20.15 Uhr: "Maverick" (1994)
In Richard Donners ("Lethal Weapon") äußerst vergnüglicher Kinoversion der Kult-Westernserie aus den späten 1950er und frühen 1960er Jahren konkurrieren Mel Gibson und Jodie Foster mit allen Mitteln um den Sieg bei einem hochdotierten Pokerturnier. Serien-Hauptdarsteller James Garner ist auch mit von der Partie.

Samstag, 14. Januar 2017

Samstags-Update (2/2017)

Erneut keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Februar:


Box Office-News:
In den deutschen Kinos kehrt nach den starken Wochen nach Weihnachten zumindest in der Spitze wieder Normalität ein, das widrige Wetter trägt zu überschaubaren Besucherzahlen in den Top 3 ebenfalls bei; die Breite ist allerdings immer noch beeindruckend, so braucht man deutlich über 50.000 Besucher für einen Platz in den Top 10. In Führung bleibt "Passengers" mit ungefähr 200.000 Zuschauern, dahinter gibt es einen Vierkampf um Platz 2 und 3 zwischen den Neustarts "The Great Wall", "La La Land" und "Why Him?" sowie "Rogue One", die alle auf etwa 150.000 Besucher kommen dürften. Für die teure chinesisch-amerikanische Koproduktion "The Great Wall" mit Matt Damon ist das ein eher enttäuschender Auftakt, für die US-Komödie "Why Him?" mit Bryan Cranston und James Franco ein ordentlicher und für OSCAR-Favorit "La La Land" mit Emma Stone und Ryan Gosling sogar ein richtig starker - für das Musical dürfte das Knacken der Zuschauer-Million damit kein Problem sein, mit den OSCAR-Nominierungen wird in knapp zwei Wochen noch ein saftiger PR-Schub kommen. Die übrigen relativ breiten Neustarts (und davon gab es diese Woche sehr viele) eröffnen allesamt in etwa im Bereich der Erwartungen, was beim französisch-kanadischen Animationsfilm "Ballerina" und der britischen Tragikomödie "Bob der Streuner" mit je ca. 50.000 Besuchern eine Plazierung knapp außerhalb der Top 10 bedeutet. Mit etwa der Hälfte landet der Neo-Western-Thriller "Hell or High Water" trotz Starbesetzung (Jeff Bridges, Chris Pine, Ben Foster) und der Aussicht auf viele OSCAR-Nominierungen noch viel weiter hinten - keine Überraschung, Western tun sich in Deutschland einfach in den allermeisten Fällen sehr schwer.
In den USA gibt es wieder einmal ein 4-Tage-Wochenende, da am Montag der Martin Luther King-Feiertag ansteht. Auch hier gibt es eine Schwemme an Neustarts, die allerdings nicht zu den profiliertesten zählen - wie eigentlich immer im Januar in den USA. Entsprechend hält sich die Verwunderung darüber, daß sie fast alle ziemlich schwach starten, in Grenzen. In Führung bleibt deshalb OSCAR-Kandidat "Hidden Figures" mit starken $25 Mio. an vier Tagen, gefolgt von "Sing", "La La Land" und "Rogue One", die jeweils bei $15-20 Mio. landen werden. Erst dann kommen auf den Rängen 5 bis 9 die fünf breiten Neustarts der Woche: Regisseur Peter Berg und sein Lieblings-Darsteller Mark Wahlberg müssen mit dem Thriller-Drama "Boston" (über den Anschlag auf den Boston-Marathon im Jahr 2013) nach "Deepwater Horizon" eine weitere Enttäuschung hinnehmen - zwar ist "Boston" in der Produktion erheblich günstiger gewesen, $15 Mio. zum Start sind aber mit Sicherheit nicht das, was sie sich vorgestellt hatten. Durchaus zufrieden kann dicht dahinter "The Bye Bye Man" sein, der Horrorfilm profitiert trotz desaströser Kritiken von seinem Starttag (Freitag, der 13.), wird deshalb aber auch sehr frontlastig sein. Der richtig teure ($125 Mio.) Realfilm-/CGI-Mix "Monster Trucks" startet mit $10 Mio. an vier Tagen erwartet schwach, während der Actionfilm "Sleepless" mit Jamie Foxx (das Hollywood-Debüt des schweizerischen "Who Am I?"-Regisseurs Baran bo Odar) mit ungefähr $8 Mio. im Rahmen der niedrigen Erwartungen debütiert. Seinen ersten Flop als Regisseur (sowohl bei den Kritikern als auch beim zahlenden Publikum) muß Ben Affleck mit seinem Gangsterfilm "Live by Night" einstecken, der auf schwache $7 Mio. und Platz 9 abzielt.
In Deutschland kommt "Monster Trucks" am 26. Januar in die Kinos, "Live by Night" am 2. Februar, "Boston" am 23. Februar, "Sleepless" am 9. März, "The Bye Bye Man" am 20. April.

Quellen:

Mittwoch, 11. Januar 2017

KINO-JAHRESBILANZ 2016

Diesmal etwas später als sonst darf sie selbstredend trotzdem nicht fehlen: Meine persönliche Kinobilanz für das Jahr 2016. Nach einem tollen Kinojahr 2015 werde ich 2016 als relativ mittelmäßig im Gedächtnis behalten. Zwar gab es viele gute Filme, es fehlte in meinen Augen aber ein echtes Meisterwerk, weshalb ich auch nie in die Verlegenheit kam, mehr als 9 Punkte zu verteilen. Auf der anderen Seite gelang es mir dank noch zielgerichteter Filmauswahl aber auch, einen weiten Bogen um die echten Gurken zu machen, weshalb ich zwar etliche sehr mittelmäßige, aber keinen einzigen wirklich schlechten Film ertragen mußte. Allerdings muß ich anmerken, daß ich wegen eines hartnäckigen Virus im Spätsommer im Grunde genommen zwei komplette Kinomonate verpaßte – am schmerzlichsten war das für mich bei "Conjuring 2", aber auch vom polarisierenden "Ghostbusters"-Reboot (und einigen weiteren Filmen) hätte ich mir gerne ein eigenes Bild gemacht ...
In die Wertung meiner Jahresbilanz kommen jedenfalls alle Filme, die ich im Jahr 2016 im Kino gesehen habe. Normalerweise ist die Kalenderjahr-Regel bei mir eher akademisch, da ich stets versuche, spät im Jahr startende Werke, von denen ich glaube, daß sie es in meine Besten- oder Schlechtesten-Liste schaffen könnten, noch vor dem Jahreswechsel anzusehen. Diesmal ging das allerdings ziemlich schief, denn ein noch 2015 angelaufener Film überraschte mich im Februar extrem positiv und landete am Ende sogar auf Platz 2 meiner Top 25! Bevor ich zu besagter Liste komme, merke ich noch wie jedes Jahr an, daß die Reihung bewußt subjektiv ist und sich nicht exakt nach meinen Bewertungen richtet, sondern auch meine persönlichen Vorlieben sowie eine gewisse Langzeitwirkung miteinschließt.

Die Top 25 (mit Links zu den Rezensionen sowie kurzen Kommentaren):

Die aufregenden und turbulenten Abenteuer der kessen Polizei-Häsin Judy und des charmanten Fuchs-Trickbetrügers Nick ergeben den besten Animationsfilm der letzten Jahre – unverschämt witzig, dazu intelligent und mit hochaktueller Metaphorik.

2. Carol
Regisseur Todd Haynes ist mit seiner unfaßbar eleganten Verfilmung eines frühen Romans von Patricia Highsmith über die scheinbar unmögliche Liebe zwischen zwei Frauen verschiedener Schichten in den 1950er Jahren eine grandiose Hommage auf die Edelmelodramen von Douglas Sirk gelungen, in der die Hauptdarstellerinnen Rooney Mara und Cate Blanchett brillieren.
Adam McKay hat mit der mit Christian Bale, Ryan Gosling und Brad Pitt hochkarätig besetzten Sachbuch-Adaption den bisher besten Film über die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007 gedreht – nicht als trockenes Drama, sondern als satirische Tragikomödie mit bösem Witz, in der einige Profiteure der Krise als Protagonisten agieren.
Der ungewöhnliche, von Bestseller-Autor Nick Hornby auf Grundlage eines Romans von Colm Tóibín adaptierte Mix aus in den 1950er Jahren spielendem Einwandererdrama und emotionaler Edelromanze ist bei allen sonstigen Stärken vor allem die Bühne für eine atemberaubende, OSCAR-nominierte Performance der großartigen Hauptdarstellerin Saoirse Ronan!
Tom McCarthys engagiertes Journalismus-Drama über die Aufdeckung eines jahrzehntelangen Mißbrauchsskandals in der amerikanischen katholischen Kirche durch einige investigative Journalisten ist in Zeiten von "Fake News" und "Lügenpresse"-Vorwürfen in seiner Bedeutung kaum zu überschätzen – und lebt auch von seinem tollen Ensemble um Michael Keaton, Mark Ruffalo, Rachel McAdams und Stanley Tucci.
Das fernöstliche Abenteuer aus dem Hause Laika ist keineswegs nur der technisch beste Stop Motion-Animationsfilm aller Zeiten, sondern außerdem ein liebevoller und ideenreicher Coming of Age-Film für Zuschauer jeden Alters.
Das erste, in den 1920er Jahren in den USA spielende "Harry Potter"-Spin-Off über einen von Eddie Redmayne verkörperten Zauberer-Wissenschaftler und seine Suche nach magischen Kreaturen ist spaßiger als etliche Teile der Hauptreihe und begeistert vor allem mit seiner von stark animierten und designten Kreaturen profitierenden Fähigkeit, beim Publikum einen echten "Sense of wonder" hervorzurufen.
Tim Burtons bester und phantasievollster Film seit Jahren punktet primär mit einer liebevoll in Szene gesetzten und von extrem sympathischen und charismatischen Charakteren bevölkerten Parallelwelt – einem abgelegenen Waisenhaus zur Zeit des Zweiten Weltkrieges – innerhalb einer Zeitschleife.

9. Raum
Das intensive Independent-Kammerspiel, das der famosen Hauptdarstellerin Brie Larson den OSCAR bescherte, zieht das Publikum mit einer bemerkenswert immersiven Inszenierung und der Konzentration auf ein Mutter-Sohn-Gespann während und nach einer sehr traumatischen Zeitspanne mitten hinein.
Real ist an Jon Favreaus Realfilm-Version des Disney-Zeichentrick-Klassikers nach Rudyard Kipling eigentlich nur Mowgli-Darsteller Neel Sethi, alles andere ist am Computer entstanden – das aber so überzeugend, daß sich ein wunderbarer, von (zumindest in der Originalfassung) sehr überzeugenden Sprecherleistungen profitierender Familienfilm ergibt, der den Vergleich mit der legendären Zeichentrickfassung nicht scheuen muß – trotz oder wegen einiger Änderungen, speziell eines etwas düstereren Tons.

Dienstag, 10. Januar 2017

OSCAR-News-Roundup: BAFTA- und PGA-Nominierungen

Nach den vorgestrigen Golden Globes mit dem Triumphzug von "La La Land" geht es munter weiter in der Awards Season. Während die britischen BAFTAs eher begrenzte Aussagekraft für die OSCARs haben, sind die Nominierungen der Produzentengilde PGA wesentlich wichtiger - immerhin sind viele PGA-Mitglieder auch in der Academy stimmberechtigt (das trifft auf die BAFTAs zwar ebenfalls zu, aber da schneiden britische Filme natürlich tendentiell besser ab als in den USA). Hier sind die laut PGA zehn besten Filme des Jahres 2016:

- Fences
- Hacksaw Ridge
- Hell or High Water
- Hidden Figures
- La La Land
- Lion
- Manchester by the Sea
- Moonlight

Alle Nominierungen wird es auf der PGA-Homepage geben, sobald sie aktualisiert ist.

DER große Schocker schlechthin ist selbstverständlich die Nennung von Marvels "Deadpool", den nun wirklich niemand für die Königskategorie bei der OSCAR-Verleihung auf der Rechnung hat. Beziehungsweise hatte. Denn auch wenn es weiterhin sehr schwer fällt, sich vorzustellen, daß "Deadpool" dort tatsächlich auftaucht - nicht zuletzt, weil es bei den Academy Awards ja wahrscheinlich keine zehn Nominierungen geben wird, sondern nur sieben oder acht -, muß man ihn nun definitiv auf der Rechnung haben. Wie gesagt: Die Überschneidungen zwischen PGA und Academy sind gegegeben und haben sich in der Vergangenheit auch in ähnlichen Nominierungslisten gezeigt (in den letzten sieben Jahren wurden beständig mindestens sieben PGA-Nominees auch bei den OSCARs als "Bester Film" nominiert!). Ansonsten sind bei den PGA Awards die üblichen Verdächtigen vertreten, auch die übergangenen Filme wie "Loving", "Jackie", Eastwoods "Sully" oder Scorseses "Silence" zeichneten sich in den letzten Wochen bereits ab.

Bei den BAFTAs will ich mich angesichts der noch immer etwas eingeschränkten Tippfähigkeit meiner linken Hand bei dem (von mir heute vormittag bereits via Twitter vermeldeten) Verweis auf satte elf Nominierungen für "La La Land" und je neun für "Arrival" und (etwas überraschend) "Nocturnal Animals" belassen und ansonsten auf die BAFTA Awards-Homepage verweisen, auf der man alle Nominierten nachlesen kann (zu denen auch Maren Ades "Toni Erdmann" in der Auslandskategorie zählt).

Montag, 9. Januar 2017

OSCAR-News: "La La Land" triumphiert bei den Golden Globes 2017

Die Gewinner der Goldes Globes heißen:

Bestes Drama: "Moonlight"
Beste Komödie oder Musical: "La La Land"
Hauptdarstellerin, Drama: Isabelle Huppert, "Elle"
Hauptdarsteller, Drama: Casey Affleck, "Manchester by the Sea"
Hauptdarstellerin, Komödie/Musical: Emma Stone, "La La Land"
Hauptdarsteller, Komödie/Musical: Ryan Gosling, "La La Land"
Nebendarstellerin: Viola Davis, "Fences"
Nebendarsteller: Aaron Taylor-Johnson, "Nocturnal Animals"
Regie: Damien Chazelle, "La La Land"
Drehbuch: Damien Chazelle, "La La Land"
Animationsfilm: "Zoomania"
Fremdsprachiger Film: "Elle", Frankreich
Musik: Justin Hurwitz, "La La Land"
Filmsong: "City of Stars" von Justin Hurwitz, "La La Land"

Cecil B. DeMille-Ehrenpreis für das Lebenswerk: Meryl Streep

Alle Sieger (inklusive TV-Kategorien) gibt es auf der Homepage der Hollywood Foreign Press Association.

Da ich immer noch nicht voll beidhändig tippen kann, werde ich mich bei meiner Analyse kurz halten - aber richtig viel zu analysieren gibt es eigentlich sowieso nicht. Der in Deutschland am Donnerstag anlaufende "La La Land" ist der große Gewinner, der jede Kategorie gewinnt, in der er nominiert war (und mit sieben Auszeichnungen sogar einen Rekord aufstellt!), "Moonlight" schiebt sich durch den Sieg bei den Dramen in der OSCAR-Anwärterliste ganz leicht vor "Manchester by the Sea". Dadurch, daß "La La Land" - der in der Komödie/Musical-Sparte im Grunde genommen konkurrenzlos war - die wichtigen direkten Aufeinandertreffen in den Regie- und Drehbuch-Kategorien für sich entscheiden konnte, ist das Musical aber zumindest vorerst (wenn die Gildenpreise vergeben werden, kann sich das schnell ändern) zu dem alleinigen Topfavoriten aufgestiegen. Einzige echte Überraschung des Abends (auch wenn mit Hupperts Auszeichnung nicht unbedingt zu rechnen war) war der Sieg von Aaron Taylor-Johnson bei den Nebendarstellern, nachdem bereits seine Nominierung anstelle seines "Nocturnal Animals"-Kollegen Michael Shannon unerwartet kam; daß er sich nun gegen den haushohen Favoriten Mahershala Ali ("Moonlight") durchsetze konnte, darf man durchaus als handfeste Sensation werten, die seine Chancen auf eine OSCAR-Nominierung deutlich erhöht. Daß "Toni Erdmann" leer augegangen ist, ist schade, aber da der Globe-Gewinner "Elle" bei den OSCARs bereits in der Vorauswahl gescheitert ist, ändert das nicht viel an seinen weiterhin guten Aussichten.

Samstag, 7. Januar 2017

Samstags-Update (1/2017)

Da meine Handverletzung recht langsam ausheilt, werde ich wohl auch die nächsten Tage noch keine langen Artikel posten können (auch die TV-Tips werden so vermutlich ausfallen), aber für ein kurzes Samstags-Update sollte es reichen. Änderungen im Kinostartplan bis Ende Februar gibt es nicht:


Box Office-News:
Etwas überraschend gibt es eine neue Nummer 1, denn die von den Kritikern doch ziemlich stark verrissene SciFi-Romanze "Passengers" profitiert vermutlich vor allem von ihrer Starpower mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt und eröffnet deutlich über den Erwartungen mit bis zu einer halben Million Zuschauern. Da kann selbst "Rogue One" trotz weiterhin mehr als 300.000 Besuchern nicht ganz mithalten und muß sich entsprechend mit Rang 2 begnügen. Mit einer Viertelmillion Kinogängern sollte sich "Vaiana" den dritten Platz krallen, gefolgt von "Sing" und der ebenfalls erstaunlich gut startenden französischen Tragikomödie "Plötzlich Papa" mit Omar Sy, die laut InsideKino auf ungefähr 200.000 Zuschauer und damit Rang 4 oder 5 kommt.
In den USA gibt es einen spannenden Dreikampf um die Spitzenposition, da "Rogue One", "Sing" und der starke Neustart "Hidden Figures" allesamt auf etwas über $20 Mio. abzielen. Der fünfte "Underworld"-Teil enttäuscht hingegen und bleibt mit knapp $15 Mio. als erster Film der Reihe zum Start unter der $20 Mio.-Marke, was nur zu Platz 4 reicht. Direkt dahinter liegt der OSCAR-Topfavorit "La La Land", der dank einer Verdopplung seiner Kinozahl auf $10 Mio. kommt und damit insgesamt schon bei mehr als $50 Mio. liegt.

Quellen:

Mittwoch, 4. Januar 2017

Verletzungspause

Leider habe ich mich am Montag an der Hand verletzt und kann deshalb momentan nur einhändig tippen - da das bei längeren Texten ziemlich mühselig ist, werde ich in den nächsten Tagen auf das Bloggen verzichten.

Montag, 2. Januar 2017

TV-Tips für die Woche 1/2017

Na, dann starten wir das neue Jahr doch gleich mal mit ein paar netten TV-Tips ...

Montag, 2. Januar:
Tele 5, 22.00 Uhr: "Star Raiders: The Adventures of Saber Raine" (2016)
Die Free-TV-Premiere dieses nur via Kickstarter-Hilfe fertiggestellten SciFi-B-Movies mit Casper Van Dien ("Starship Troopers") als offenbar von Han Solo inspiriertem "Sternenabenteurer" auf Befreiungsmission für eine entführte Prinzessin sowie der 1980er Jahre-Ikone Cynthia Rothrock erwähne ich hier nur, weil es bisher tatsächlich noch keine einzige Rezension zu geben scheint - Rotten Tomatoes, IMDb und die üblichen Filminformationsseiten haben jedenfalls keine, eine kurze Google-Suche fördert auch nichts zutage. Wer also einmal vollkommen unbeeinflußt von den Kritikern einen neuen Film genießen will, der hat hier die Gelegenheit - ein cineastisches Meisterwerk sollte man aber eher nicht erwarten ...

Arte, 22.10 Uhr: "Ein Mann und eine Frau" (1966)
Claude Lelouchs mit zwei OSCARs ausgezeichnetes, stark charaktergetriebenes Drama ist ein Klassiker der Nouvelle Vague über die vorsichtige Annäherung zweier verwitweter Mittdreißiger (Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant), der auch für die tolle Musik von Francis Lai (der später den OSCAR für seinen "Love Story"-Score gewann) bekannt wurde.

ZDF, 22.15 Uhr: "The November Man" (2014)
Free-TV-Premiere des soliden Action-Thrillers, in dem Pierce Brosnan als Ex-CIA-Agent noch einmal ein bißchen auf seinen alten James Bond-Spuren wandelt und es in einem Katz-und-Maus-Spiel mit einem ehemaligen Schüler zu tun bekommt.

Dienstag, 3. Januar:
SuperRTL, 20.15 Uhr: "Tage wie dieser" (1996)
Sympathische, deutlich von den Screwball-Komödien aus Hollywoods Goldener Ära inspirierte romantische Komödie mit George Clooney und Michelle Pfeiffer.

Servus TV, 20.15 Uhr:"Glauben ist alles!" (2000)
Das Regiedebüt von Edward Norton ist eine harmlose, aber extrem witzige Komödie, in der Norton einen Priester spielt und Ben Stiller seinen besten Freund, einen Rabbi, die sich beide in eine alte Schulfreundin (Jenna Elfman) verlieben ...

Tele 5, 23.05 Uhr: "Big Nothing" (2006)
In der schwarzhumorigen britisch-kanadischen Krimikomödie läßt sich der arbeitslose Lehrer Charlie (Ex-"Friends"-Star David Schwimmer) vom Ganoven Gus (Simon Pegg) dazu überreden, an der Erpressung eines Geistlichen mitzuwirken. Die läuft jedoch mächtig aus dem Ruder, was für reichlich Turbulenzen sorgt ...

Samstag, 31. Dezember 2016

Samstags-Update (52/2016)

Keine Änderungen im deutschen Kinostartplan bis Ende Februar:


Box Office-News:
Am Neujahrswochenende tut sich im Vergleich zur Vorwoche nur wenig, was angesichts des gewohnt hohen Besucherniveaus "zwischen den Jahren" natürlich eine sehr gute Nachricht für die Kinobetreiber wie auch für die meisten der derzeit laufenden Filme ist. "Rogue One: A Star Wars Story" bleibt auf dem Vorwochenniveau von einer halben Million Besuchern klar an der Spitze, Disneys "Vaiana" steigert sich auf bis zu 300.000 Kinogänger. Platz 3 erobert wohl der einzige Neustart "Assassin's Creed", der mit ungefähr einer Viertelmillion Zuschauern (sogar fast 500.000 seit dem vorgezogenen Start am Dienstag) die nach dem schwachen US-Start gedämpften Erwartungen erstaunlich klar übertrifft und knapp vor "Sing" und der am Sonntag solide angelaufenen deutschen Gaunerkomödie "Vier gegen die Bank" von Wolfgang Petersen bleiben sollte.
In den USA gibt es ebenfalls nur wenige Veränderungen, zumal sich hier sogar überhaupt keine Neustarts in den überfüllten Markt wagen. So bleibt "Rogue One" mit $50 Mio. in Front, "Sing" folgt allerdings nicht weit dahinter mit starken knapp $45 Mio. an seinem zweiten Wochenende. Rang 3 geht an "Passengers" mit etwa $15 Mio., dahinter liegen "Vaiana", die beiden OSCAR-Kandidaten "Fences" und "La La Land" (der in deutlich weniger Kinos läuft als die Konkurrenz) sowie die Komödie "Why Him?" mit jeweils um die $10 Mio. dicht beieinander auf den Plätzen 4 bis 7 (und erst dahinter findet sich "Assassin's Creed" ein).

Quellen:

Und mit diesem letzten Post des Jahres 2016 wünsche ich allen Lesern den obligatorischen guten Rutsch in ein hoffentlich viel besseres Jahr 2017! Meine Kino-Jahresbilanz für 2016 werde ich übrigens kommende Woche veröffentlichen (vorher muß ich noch eine Kritik fertigstellen).